2004 – „Der Schwarze Hecht“
Musikalisches Lustspiel in drei Akten nach einer Komödie von Emil Sautter und Jürg Amstein, Musik von Paul Burkhard

Regie: Willy Hutter, Balgach
Musikalische Leitung: Peter Groll, Heerbrugg

 

Erster Akt
Es ist Albert Oberholzers 60. Geburtstag. Seine Frau, Tochter Anna und Köchin Kattri bereiten sich auf die bevorstehenden Feierlichkeiten vor, zu der die komplette Verwandtschaft erwartet wird. Die junge Anna ist schon ganz aufgeregt: sie hat zum Geburtstag ihres Vaters ein Duett komponiert. Die Proben werden jedoch ständig unterbrochen... Es treffen die ersten Gäste ein: Tante Berta und Onkel Fritz, kurz darauf folgen die herrschsüchtige Paula und ihr kränkelnder Mann Gustav, sowie Tante Lina und Onkel Jakob. Man geht zu Tisch. Die Überraschung ist gross, als Alberts Bruder Obolski, das "schwarze Schaf" der Familie, und seine Frau Iduna eintreten. Die Verwandtschaft verhält sich äussert reserviert, als er von seiner Karriere als Zirkusdirektor berichtet. Anna dagegen ist begeistert. Auch Iduna begeistert - die Herren der Verwandtschaft. Anna ist unterdessen fest entschlossen, zum Zirkus zu gehen, die Eltern sind entsetzt.

Zweiter Akt
Anna träumt vom Zirkus. Sie spürt den Widerstand der Familie...

Dritter Akt
Zurück im Salon der Oberholzers: Die Onkels haben sich in bester Laune um Iduna geschart. Anna ist hin und hergerissen und die Frauen verlassen den Salon...

Das Stück lebt vom Kontrast zwischen "bürgerlichem Milieu" und "Zirkuswelt". "Zwei Welten, die niemals zusammenkommen", sagt Obolski im dritten Akt.

1925 Paul Burkhard besucht als Vierzehnjähriger im Zürcher Stadttheater die einaktige Dialektkomödie "De sächzigscht Geburtstag" und wird zur Komposition des Lieds "O mein Papa" inspiriert.

1938 entsteht die erste noch einaktige Fassung des SCHWARZEN HECHTS.

1939 Mit der Einwilligung des Librettisten Jürg Amstein und des Autors Emil Sautter wird dem immer noch einaktigen Stück als burleskes Nachspiel "Annas Traum" angefügt. Erstmals werden die Lieder von einem kleine Orchester begleitet.

1948 kommt "Der Schwarze Hecht" in einer dreiaktigen Neufassung ins Zürcher Schauspielhaus.

1950 wird das ins Hochdeutsche übertragene Stück in München mit Orchesterbegleitung unter dem Titel "Feuerwerk" uraufgeführt. Der Weg zum Welterfolg ist geebnet.

1976 das Stück wird erneut überarbeitet und führen es mit bekannt Schweizer Theatergrössen im Corso-Theater in Zürich auf. Teile der im "Feuerwerk" gemachten Verbesserungen werden integriert.

Ab 1977 DER SCHWARZE HECHT wird regelmässig mit Erfolg aufgeführt, u.a. in einer Orchesterversion wie 1992 im Stadttheater St. Gallen